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Porträt von Dr. Barbara Vrana mit Zitat aus dem Interview.

Dr. Barbara Vrana

Interview mit Chefärztin Dr. Barbara Vrana

Seit dem 1. Juli 2026 ist Dr. Barbara Vrana-Reisinger Chefärztin für Psychiatrie und Psychotherapie an den kbo-Donau-Altmühl-Kliniken. Im Interview spricht sie über ihren bisherigen beruflichen Werdegang, ihre Motivation für die neue Aufgabe sowie ihre Ziele und Schwerpunkte für die Weiterentwicklung der psychiatrischen Versorgung an den kbo-Donau-Altmühl-Kliniken.

Was hat Sie dazu bewogen, die Position als Chefärztin in unserem Haus zu übernehmen?

Ich arbeite seit vielen Jahren im Zentrum für psychische Gesundheit des Klinikums Ingolstadt und nun in den kbo-Donau-Altmühl-Kliniken. In dieser Zeit habe ich die Entwicklung der Klinik miterlebt und in verschiedenen Funktionen mitgestalten dürfen. Deshalb habe ich mich sehr gefreut, als sich die Möglichkeit ergeben hat, selbst mehr Verantwortung zu übernehmen. Besonders reizvoll finde ich die Aufgabe, gemeinsam mit Prof. Dr. Andreas Schuld die psychiatrischen Angebote weiterzuentwickeln. Dabei geht es für mich nicht darum, alles neu zu machen, sondern Bewährtes zu erhalten und gleichzeitig neue Impulse einzubringen.

Was waren die wichtigsten Stationen auf Ihrem bisherigen beruflichen Weg?

Nach meiner Weiterbildung zur Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie war ich in unterschiedlichen Bereichen der psychiatrischen Versorgung tätig. Zuletzt habe ich als leitende Oberärztin insbesondere die Akutpsychiatrie mitgestaltet. Dabei haben mich vor allem Fragen beschäftigt, wie Menschen auch in schweren psychischen Krisen behandelt werden können, ohne Selbstbestimmung und Menschlichkeit aus dem Blick zu verlieren. Schwerpunkte meiner Arbeit waren die Weiterentwicklung beschützender Behandlungskonzepte, die Förderung von Patientenautonomie sowie Maßnahmen zur Vermeidung von Zwang.

An der Psychiatrie begeistert mich, dass man Menschen oft gerade in besonders schwierigen Lebensphasen begleiten darf und erlebt, wie viel sich durch eine gute Behandlung verändern kann. Psychiatrie bedeutet für mich gute Medizin, aber auch Respekt, Menschlichkeit und die Überzeugung, dass Menschen mit psychischen Erkrankungen die gleiche Aufmerksamkeit und Wertschätzung verdienen wie Menschen mit körperlichen Erkrankungen.

Für welche Fachbereiche sind Sie innerhalb der kbo-Donau-Altmühl-Kliniken zuständig?

Ich übernehme die Verantwortung für die Bereiche Suchtmedizin, Gerontopsychiatrie und Akutpsychiatrie. Diese Bereiche begleiten Menschen in sehr unterschiedlichen Lebenssituationen und Lebensabschnitten. Gemeinsam mit den Mitarbeitenden möchte ich die bestehenden Angebote weiterentwickeln und die hohe fachliche Qualität in allen Bereichen sichern und ausbauen.

Welche Ziele oder Schwerpunkte möchten Sie in den kommenden Jahren setzen?

Mir ist wichtig, gemeinsam mit den Mitarbeitenden aller Berufsgruppen eine moderne psychiatrische Versorgung in der Region zu gestalten. Menschen mit psychischen Erkrankungen werden noch immer nicht überall mit der gleichen Selbstverständlichkeit wahrgenommen wie Menschen mit körperlichen Erkrankungen. Deshalb möchte ich mich für eine hochwertige, menschliche und respektvolle Behandlung dieser Patientinnen und Patienten einsetzen.

Besonders am Herzen liegt mir eine Psychiatrie, die Patientenautonomie und therapeutische Qualität miteinander verbindet. Gleichzeitig möchte ich die Bereiche Suchtmedizin, Gerontopsychiatrie und Akutpsychiatrie fachlich weiterentwickeln und neue Behandlungsformen fördern, die Menschen möglichst wohnortnah, niedrigschwellig und – wo sinnvoll – auch ambulant oder aufsuchend im häuslichen Umfeld unterstützen.

Ebenso wichtig ist mir ein Arbeitsumfeld, in dem Mitarbeitende Verantwortung übernehmen, sich fachlich weiterentwickeln und Beruf und Familie gut miteinander vereinbaren können.

Vielen Dank für die Einblicke & viel Erfolg bei Ihrer neuen Aufgabe!