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Innenhof der Klinik mit den Gästen im Hintergrund. Im Vordergrund: Prof. Pollmächer und Prof. Schuld

Abschiedsfeier mit zahlreichen Gästen im Innenhof der Klinik

Feierlicher Abschied für Prof. Dr. Thomas Pollmächer

Nach mehr als 22 Jahren an der Spitze der Psychiatrie in Ingolstadt verabschiedete sich Prof. Dr. Thomas Pollmächer in den Ruhestand. Seit 2004 prägte er als Chefarzt und später als Direktor des Zentrums für psychische Gesundheit (ZPG) am Klinikum Ingolstadt die psychiatrische Versorgung in der Region. Seit 01.01.2026 ist das ZPG an die kbo-Donau-Altmühl-Kliniken übergegangen, bei welchen Pollmächer als Ärztlicher Direktor den Übergang begleitete.

Unter seiner Leitung wurden zahlreiche strukturelle und inhaltliche Entwicklungen angestoßen, darunter der Ausbau tagesklinischer und ambulanter Angebote sowie die Weiterentwicklung moderner Behandlungskonzepte für schwer psychisch erkrankte Menschen. Besonders am Herzen lag ihm während seiner gesamten Amtszeit die enge Zusammenarbeit der verschiedenen medizinischen Berufsgruppen sowie die Verbindung von psychischer und somatischer Medizin.

Darüber hinaus engagierte sich Pollmächer weit über die Klinik hinaus für die Weiterentwicklung der Psychiatrie. Als Präsident der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN), Vorsitzender der Bundesdirektorenkonferenz sowie Mitbegründer des Ingolstädter Bündnisses gegen Depression setzte er wichtige Impulse für das Fachgebiet auf regionaler und bundesweiter Ebene.

Weitere Einblicke gibt Pollmächer in seinem Abschiedsinterview.

Im Rahmen einer feierlichen Verabschiedung würdigten Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter und Mitarbeitende sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Gesundheitswesen sein langjähriges Engagement für die psychiatrische Versorgung in der Region. Die Veranstaltung fand bei hochsommerlichen Temperaturen im Innenhof der Klinik statt. Geschäftsführer Nikolaus Schrenk eröffnete die Veranstaltung und führte durch das Programm. In seiner Begrüßung blickte er auf die wichtigsten Stationen im beruflichen Werdegang von Pollmächer zurück. Dieser begrüßte anschließend die Gäste persönlich. Er bedankte sich besonders bei seiner langjährigen Sekretärin Margot Mittermeier sowie bei Prof. Dr. Andreas Schuld, der ihn über viele Jahre hinweg als Chefarzt und enger Kollege begleitet hat. Für den musikalischen Rahmen der Veranstaltung sorgte die Band „Ruff Diamonds“ aus der kbo-Klinik in Taufkirchen. Damit wurde zugleich ein Zeichen für das Zusammenwachsen der beiden kbo-Standorte Ingolstadt und Taufkirchen gesetzt.

Prof. Dr. Euphrosyne Gouzoulis-Mayfrank, Präsidentin der DGPPN würdigte Pollmächer als außerordentlich engagierten Kollegen, dem insbesondere ethische Fragestellungen der Psychiatrie stets ein großes Anliegen gewesen seien. Auch Prof. Dr. Alkomiet Hasan sprach als Vertreter der Bayerischen Direktorenkonferenz Worte der Anerkennung. Bezirkstagspräsident Thomas Schwarzenberger hob in seinem Grußwort insbesondere die wissenschaftliche Expertise, das langjährige Engagement und die nachhaltigen Verdienste Pollmächers für die psychiatrische Versorgung hervor. Die Verabschiedung bot zugleich einen Ausblick auf die Zukunft der Klinik: Dr. Wolfgang Strube, der zum 1. November 2026 die Position des Ärztlichen Direktors übernehmen wird, sowie der künftige Pflegedirektor Johannes Thalmeier stellten sich den Gästen kurz vor.

Zum Abschluss der Feierstunde verabschiedeten sich zahlreiche Mitarbeitende persönlich von ihrem langjährigen Ärztlichen Direktor. Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Berufsgruppen bedankten sich mit persönlichen Worten und überbrachten Abschiedsgeschenke. Darunter befand sich auch ein Apfelbaum, der künftig im Innenhof der Klinik gepflanzt werden soll – als bleibende Erinnerung an Pollmächer und seine mehr als 22-jährige Tätigkeit in Ingolstadt. Für einen besonders bewegenden Ausklang der Feierstunde sorgte schließlich ein eigens für diesen Anlass geschriebenes Abschiedslied.